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Jobmotivation -  Burnout

Was motiviert mich in meinem  Job? Was brennt mich aus?

Als langjähriger Outplacement-Spezialist kennt DBM die Themen Jobmotivation und Burnout nur allzu gut: Klienten aus einer Kündigungssituation zu einem neuen Job zu führen, bedeutet vielfach intensive Motivationsarbeit - nach einem Tief wieder neue berufliche Orientierung gewinnen, wieder Selbstvertrauen und Kompetenzgefühl aufbauen. Manche Klienten haben Burnout-Phasen hinter sich, einige wenige sind sogar (auch im Zusammenhang mit der Kündigung) akut betroffen. Doch wie entsteht Burnout? Was kann man dagegen tun? Wie gewinnt man wieder Motivation im Job?

Was ist Burnout?

Burnout lässt sich definieren als chronischer Erschöpfungszustand (Zustand „des Ausgebrannt-Seins“), den man auf vier Ebenen beschreiben kann:

·           Emotionale Erschöpfung: Gefühl der Niedergeschlagenheit und Ausweglosigkeit, Gefühl der inneren Leere und Schwäche, geringe Belastbarkeit.

·           Soziale Erschöpfung: Neigung zu Reizbarkeit und Intoleranz anderen gegenüber, Vorwürfe und Schuldzuweisungen anderen gegenüber.

·           Geistig-mentale Erschöpfung: verringerte Leistungsfähigkeit, erhöhte Fehleranfälligkeit; geringe Selbstachtung, fehlendes Kompetenzgefühl.

·           Körperliche Erschöpfung: Gefühl der chronischen Müdigkeit, „psychosomatische“ Beschwerden wie zum Beispiel chronische Kopf- oder Rückenschmerzen, Schlafstörungen, Störungen des Magen-Darmtraktes (Gastritis, Reizdarm,...), erhöhte Infekt-Anfälligkeit usw.

Wie entsteht Burnout?

Erklären lässt sich Burnout am Bild einer „Stresswaage“ als chronisches Ungleichgewicht zwischen den Belastungen, die auf einen Menschen einströmen, und den Ressourcen, diese Belastungen erfolgreich zu bewältigen. Belastungsfaktoren können aus dem Beruf kommen (z.B. Arbeitsüberlastung, fehlende Anerkennung, usw.), aber auch aus der Familie und dem sozialen Umfeld (Scheidungskrise, Pflege von Angehörigen usw.) sowie auch aus der Person selbst (eigene Leistungsansprüche, Perfektionismus, usw.).

Wie entsteht Burnout im Job? Was bewirkt Jobmotivation?

Mit der modernen Burnout-Forschung lässt sich Burnout im Job definieren als

·         mangelnde Passung zwischen den Ressourcen der MitarbeiterInnen und den Anforderungen der Organisation in mehreren wesentlichen Bereichen.

·         Jobmotivation bedeutet hingegen eine gute Übereinstimmung zwischen den Kompetenzen der Mitarbeiterinnen und den Anforderungen des Unternehmens.

Für die Frage, ob eine Person engagiert und motiviert arbeiten kann, oder gefährdet ist auszubrennen, haben sich sechs Schlüsselfelder im Beruf als entscheidend erwiesen.

 

Sechs Schlüsselfelder im Beruf

1.    Arbeitsbelastung: Wie hoch ist mein Arbeitspensum? Bin ich chronisch überfordert bzw. unterfordert?

2.    Anerkennung: Was bekomme ich für meine Arbeit? Welche materielle und nichtmaterielle Anerkennung erhalte ich?

3.    Kontrolle: Welchen Einfluss hab ich auf Menge, Inhalte und Abläufe meiner Arbeit, wie viel Freiraum habe ich?

4.    Gemeinschaft: Fühle ich mich in meinen Team wohl? Werde ich unterstützt?

5.    Fairness: Werden die Ressourcen im meinen Unternehmen gerecht verteilt? Wie fair und respektvoll werde ich behandelt?

6.    Werte: Stimmen die Werte meines Unternehmens mit meinen persönlichen Werten überein? Welchen Sinn finde ich in meiner Arbeit?

Wie kann ich Burnout messen?

Zur quantitativen Erfassung der Burnout-Belastung einer Person stehen normierte Messinstrumente zur Verfügung. Sehr bekannt geworden und weltweit eingesetzt wird das Maslach Burnout Inventory, das die drei Hauptsyntome des Burnout  (emotionale, soziale und mentale Erschöpfung) standardisiert erfasst. Hier stehen auch Vergleichsmöglichkeiten mit weltweit erhoben Durchschnittswerten zur Verfügung.

Qualitativ lässt sich das Ausmaß einer Burnout-Belastung gut in Tiefeninterviews mit den Betroffenen differenzieren.

Motivationsanalyse für Unternehmen

Auch zur Frage, wie motivierend ein Unternehmen ist in bezug auf die sechs genannten Schlüsselfelder steht ein standardisiertes Messinstrument zur Verfügung (Areas of Worklife Survey). Auch dieser Fragebogen ist weltweit normiert und bietet damit gute Vergleichsmöglichkeiten mit Durchschnittswerten.

Durch Tiefeninterviews mit Führungskräften und MitarbeiterInnen lassen sich dazu wieder qualitative Daten erheben.

Angebote für Unternehmen

DBM bietet sowohl Vorträge und Informationsveranstaltungen als auch Intensiv-Workshops zum Thema Jobmotivation –Burnout an.

Ein typischer Ablauf eines Workshops sieht folgendermaßen aus:

·         Definition des Projekts für eine bestimmt Organisationeinheit des Unternehmens – laufende Projektbegleitung.

·         Einstiegs-Workshop (halbtägig) mit Führungskräften und MitarbeiterInnen einer Abteilung: Klärung der Grundlagen des Projekts; Information und Reflexion wichtiger Erkenntnisse aus der Burnout Forschung; Selbstreflexion.

·         Erhebungsphase: Vorgabe der standardisierten Messinstrumente, Durchführung der Tiefeninterviews, anonymisierte Auswertung und Aufbereitung der Ergebnisse.

·         Ergebnis-Workshop (halbtägig) mit den Führungskräften und den MitarbeiterInnen der Abteilung: Präsentation der Ergebnisse, der Burnout-Belastung in der Abteilung sowie der Daten der Motivationsanalyse nach den sechs Schlüsselfeldern. Diskussion der Ergebnisse und Definition von Folgemaßnahmen.

·         Begleitung bei der Umsetzung der Folgemaßnahmen sowie Evaluation der Ergebnisse durch Follow up Messungen.

Angebote für Betroffene

Individuelle Burnout-Behandlung setzt (neben der medizinischen Grundversorgung) immer auf drei Ebenen an:

·         Belastungsfaktoren: hinter dem Burnout liegende Belastungsfaktoren in Beruf und Familie erkennen und nach dem Grundsatz „Verändern, was man verändern kann!“ aktiv angehen, Problemlösungen in einem kreativen Prozess erarbeiten, anwenden und bewerten.

·         Mentale Prozesse: Denn Einfluss eigener Gedanken auf Stressbelastungen kennen lernen, eigene Stressgedanken aufspüren. Entspannungsgedanken finden, in praktischen Übungen erproben und im Alltag verankern.

·         Stressreaktionen: durch physiologische Entspannung (Jacobson-Training), aber auch durch andere Techniken (wie z.B. Genusstraining) die eigene Regenerationsfähigkeit verbessern. Lernen sich körperlich zu entspannen und gedanklich abzuschalten.

·         Diese Behandlung findet meist im Einzel-Setting statt und dauert im Durchschnitt 10-12 Wochen.

 

Ihre Ansprechpartner

Im DBM-Team stehen mit Dr. Michael Hutter (Gesundheitspsychologe) und Dr. Edith Hetzenauer (Allgemeinmedizinerin) zwei Experten zur Verfügung, die sich seit langem intensiv mit den Themen Burnout und Jobmotivation beschäftigen und an die Sie sich gerne wenden können (mhutter@dbmaustria.at bzw. edith.hetzenauer@aon.at

Treten Sie mit uns in Kontakt, wir beraten Sie gerne.

 

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